KiGo-Brief 9 – Die Sache mit dem Kreuz

10. Mai 2020 – 4. Sonntag nach Ostern
(Input nach einer Idee aus dem „Gotteskreis“, herausgegeben vom TPI Moritzburg)

 

Ihr Lieben,

Ein Kreuz steht oder liegt in unserer Mitte. Aber warum? Ihr wisst das natürlich! Hab ich mir gleich gedacht. Jesus musste am Karfreitag sterben – und zwar an einem Kreuz. Aber Kreuze finden sich überall. Zum Beispiel bei mir zu Hause am Fenster. Oder an meinem Bücherregal.

Versucht doch einmal Kreuze bei euch in eurer Wohnung zu finden. Dazu kann man auch ein Spiel spielen, dass ihr alle kennt: Ich sehe ein Kreuz und das sieht … aus. Mal sehn wer die meisten Kreuze in eurem Zimmer findet: ihr oder eure Eltern. Gern könnt ihr euch dazu etwas Zeit lassen.

Kreuze begegnen uns immer wieder: Manchmal stehen wir an einer Kreuzung und müssen entscheiden ob wir nach rechts oder links gehen. Oder in uns Menschen lässt sich auch ein Kreuz finden. Wenn wir ganz aufrecht stehen und unserer Hände nach rechts und links ausstrecken. Probiert das mal. Es sieht ein bisschen aus wie ein Kreuz. Die Füße sind auf der Erde und unser Kopf geht Richtung Himmel. Und unsere Arme gehen nach rechts und links. Vielleicht zu Mama und Papa.

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Mich erinnern die Kreuze immer wieder daran, dass Jesus für mich gestorben ist. Aber auch daran, dass er vom Tod auferstanden ist und lebt. Und dann? Was ist dann eigentlich passiert? Also in meiner Bibel steht, dass er 40 Tage nachdem er wieder zum Leben erwacht ist zu Gott in den Himmel gegangen oder besser aufgefahren ist. Ja aber was hat er dann in der Zwischenzeit gemacht? Was mein ihr?

(Zeit zum Antworten geben)

Vielleicht hat er sich endlich mal ausgeruht? Oder er hat mächtig mit seinen Freunden geschimpft. Schließlich waren sie ja weggelaufen, als Jesu getötet wurde. In den Evangelien, das sind die Bücher, die von Jesus erzählen, steht, dass Jesu seinen Freunden ganz viel erklärt hat. Jesus hat sich viel Zeit dafür genommen mit seinen Jüngern zu reden. Denn die hatten viele Fragen. Die Geschichte mit dem Sterben und Auferstehen von Jesus ist ja wirklich schwer zu verstehen.

Auch ich finde, dass heute viel schwer zu verstehen ist. Zum Beispiel warum man nicht einfach mit allen Kindern wieder in den Kindergarten gehen kann. Und warum wir uns nicht einfach zum Kindergottesdienst treffen können. Ich wünschte mir, Jesus wäre auch einfach da und würde mir alles immer erklären. Und zwar so, dass ich es auch verstehe. Mmm. Aber trotzdem weiß ich ganz gewiss: Jesus ist bei mir, auch wenn ich nicht alles verstehe, ja ihn nicht einmal sehe. Er ist trotzdem da!

Jesus hat uns fest versprochen: Ich bin bei euch alle Tage eures Lebens, bis ans Ende der Welt. Jesus ist da – darauf kann ich mich verlassen. Ich will fest vertrauen, dass er auf uns alle aufpasst.

Ich aber darf dir immer nahe sein, das ist mein ganzes Glück! Dir vertraue ich, HERR, mein Gott; von deinen großen Taten will ich allen erzählen.
Psalm 73,28

    • Geht nach draußen und sucht Kreuze in der Natur oder legt Kreuze aus Naturmaterialien. Wenn ihr mögt macht ein Bild und schickt es wie immer an rebekka.worsch@t-online.de.

    Liebe Grüße

    Eure Katrin

    Und das habt Ihr zu diesem Thema gebastelt:

    Danke für alle Einsendungen! 🙂