Ist Gott ein Regenschirm?

03. Mai 2020 – 3. Sonntag nach Ostern

 

Ihr lieben Kinder,

soeben war ich kurz draußen unterwegs. Als ich losging, stand schon eine ziemlich große, dunkle Wolke am Horizont, aber ich dachte bei mir, es würde schon nichts passieren und das Wetter aushalten. Aber – Pustekuchen … Es fing doch tatsächlich an zu regnen und ich hatte keinen Regenschirm dabei! So blieb mir nichts anderes übrig, als mich in einer kleinen Garage unterzustellen und zu warten, bis der Regen nachgelassen oder gar aufgehört hatte. Zum Glück dauerte das nicht lange. Tja, hätte ich mal nur einen Regenschirm mitgenommen …

In der Überschrift habe ich gefragt, ob Gott ein Regenschirm sei. Nun, nicht wirklich; aber wir können uns an diesem Wortbild gut vorstellen, was unser Vater im Himmel für uns sein möchte. Welche Aufgabe hat nämlich ein (Regen)schirm? Genau, er beschützt seinen Träger vor der Nässe des Regens (oder im Sommer auch vor der Hitze der Sonne …). In den heutigen Tagen ist oft von Schirmen die Rede. Die Größeren unter euch haben vielleicht schon einmal etwas sogenannten „Rettungsschirmen“ gehört. In der Politik meint das, …

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… dass ein Land oder eine Firma, die kein Geld mehr hat, sich unter einen „Rettungsschirm“ begeben kann. Da bekommt das betreffende Land / die Firma / … Geld geliehen und muss nicht pleitegehen. Aber es gibt noch andere Arten von Schirmen: Fallschirme zum Beispiel. So ein Fallschirm schützt den Springer vor dem unkontrollierten Absturz aus großer Höhe. Würde das passieren, würde der Springer das vielleicht nicht überleben oder zumindest ganz schwer verletzt werden. Im Regen ohne Schirm unterwegs zu sein bedeutet, dass man ganz nass wird; ohne Sonnenschirm bekäme man einen Sonnenstich … Ein Schirm ist also immer ein Schutz vor irgendetwas Schlimmem.

In der Bibel gibt es einen Psalm, der genau davon berichtet – Psalm 91.

Unter Gottes Schutz
1 Wer unter dem SCHIRM des Höchsten sitzt
und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,
2 der spricht zu dem HERRN:
Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.
3 Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.
4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken,
und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.
Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
5 dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,
vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,
6 vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.
[…] 9 Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.
10 Es wird dir kein Übel begegnen,
und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.
11 Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
12 dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
[…] 14 »Er liebt mich, darum will ich ihn erretten;
er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.
15 Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not,
ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.
16 Ich will ihn sättigen mit langem Leben
und will ihm zeigen mein Heil.«
(Psalm 91; Übersetzung Lutherbibel 2017)

Vielen Menschen ist dieser Psalm vertraut und manche Verse werden auch gern als Taufspruch genommen. Schau mal oder frage deine Eltern, vielleicht ist ja dein Taufspruch dabei. Ich finde, der Psalm ist ein wunderbarer Zuspruch, vor allem auch in der jetzigen Zeit. Er spricht davon, dass Gott uns beschützen will vor Krankheit, vor Gefahr. Gott verspricht uns, dass uns seine Engel begleiten werden auf „allen [unseren] Wegen“. Das heißt, wir sind niemals allein. Ist das nicht großartig? Aber mir sind beim genauen Betrachten des Psalmes noch zwei Dinge aufgefallen:

  1. In Vers 1 heißt es: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, …“ So, wie ich den Regenschirm bewusst aufspannen muss – bzw. überhaupt erst einmal mitnehmen … ;=) – so muss ich mich auch erst einmal unter den Schutz Gottes stellen und da verweilen. Was nützt es, wenn ich den Regenschirm aufspanne, mich darunter aber nicht schütze oder ihn neben mir hertrage?
  2. Und die letzten beiden Verse sind noch interessant. Dort ist von Liebe und Vertrauen die Rede, die wir unserem Himmlischen Vater entgegenbringen dürfen. »Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören.« Liebst du Gott? Kennst du Gott? Rede mit ihm, denn Gott hört! Das hat er versprochen und Gott hält seine Versprechen!
  • Und nun zur Kreativaufgabe:  Sicherlich habt ihr alle einen Regenschirm daheim. Schaut nach, wieviel „Felder“ der Schirm hat, wenn dieser aufgespannt ist. Für jedes Feld bereitet ihr ein Blatt Papier vor, schreibt darauf GOTT und klebt nun die Blätter mit etwas Tesa auf die „Felder“. Je nachdem, wie bunt euer Regenschirm schon ist, könnt ihr die Papierblätter bunt gestalten oder einfarbig oder … Dann lasst euch von euren Eltern mit eurem Regenschirm fotografieren und schickt uns eure Ergebnisse wieder zu – wie gewohnt an rebekka.worsch@t-online.de.

Herzlich grüßt

Eure Rebekka

Und das habt Ihr zu diesem Thema gebastelt:

Danke für alle Einsendungen! 🙂

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